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Stand
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Klein, Anton (Molsheim 1746 1810 Mannheim): Ge-
dichte. o.O. [Mannheim], 1793. XIV, 210 S. m. Grün-
schnitt; 8° marmor. Pappbd. m. goldgepr., rotem
RSchild, berieben u. bestoßen; m. fünf gef. Notenblät-
tern. Titelvignette von A. L. dArgent u. mehrseit. Wid-
mung an die Landgräfin Louise Karoline von Hessen.
Zwei Besitzereinträge im Vorsatz.
€ 520,-
Raßmann, C. F.: Literarisches Handwörterbuch der verstorbenen
deutschen Dichter (1826). Anton Edler von Klein war ein ehemaliger
Jesuit, Freimaurer, Philologieprofessor, Dichter, Verleger, Geheimer
und Hofgerichtsrat am Mannheimer Hof, außerdem Sprachpfleger
des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz und Bayern; er engagierte
sich für die deutsche Bühne und korrespondierte darüber u.a. auch
mit Mozart und Schiller.
Gatterer, Philippine (Nürnberg 1756 1831 Blanken-
burg): Gedichte. Wien und Prag, bey Franz Haas, o.J.
[1778-82]. Zwei Teile in 1 Bd. II, 298, II; II, 312, III
S. 8° marmor. Pappbd. m. goldgepr., rotem RSchild. Je-
weils m. Frontispiz v. Martin Pöltzel u. Titelvignette; die
Titelseiten lose.
€ 560,-
Die spätere Frau des Historikers Engelhard war die Tochter des Göt-
tinger Geschichtsprofessors Johann Christoph Gatterer und Ahnin der
Familie Nathusius. Sie zählte neben Caroline Schlegel und Dorothea
Schlözer zu den emanzipiertesten romantisch-empfindsamen Schrift-
stellerinnen und Übersetzerinnen ihrer Zeit und wurde von Tischbein
d.Ä. portraitiert. Neben dem Briefwechsel mit ihrem Mentor G. A.
Bürger (1921 veröffentlicht) unterhielt sie auch Beziehungen zu den
Grimms und von Arnims. Mit den 1778 in Göttingen und Wien
veröffentlichten Gedichten gelang ihr der literarische Durchbruch.
Satiren Juvenal, übersezt und mit Anmerkungen für
Ungelehrte versehn von D. C. F. B. zu haben beim Ver-
fasser und in der Dessauischen gelehrten Buchhandlung,
1781. IV, LXXII, 288, I S. 8° grüner Pappbd. d.Z. m.
Goldprägung u. goldgepr., rotbr. RSchild, minimal be-
rieben u. bestoßen; bibliogr. Angaben in Blei u. Besitz-
eintrag im Vorsatz.
€ 150,-
Dr. Carl Friedrich Bahrdt (Bischofswerda 1741 1792 Nietleben)
war Aufklärungstheologe und ordentlicher Professor der biblischen
Philologie. Seine Theologie war sehr umstritten, die Schriften wie
die vorliegende Übersetzung der Satiren zeichnen sich aber durch
eine sehr gute Sprache aus.
Schlegel Schleiermachers vertraute Briefe über die
Lucinde. Hamburg, bei Hoffmann und Campe, 1835.
Mit einer Vorrede von Karl Gutzkow. XXXVIII, 140 S.
8°, späterer Pappbd. m. schwarzgepr. RTitel u. montier-
ter Decke d. OEinbd. Bibliogr. Notizen in Blei u. Be-
sitzerstempel im Vorsatz.
€ 220,-
Goedeke VI,21,20a u. 220,3; Hayn/ Gotendorf VII,177. Friedrich
Schlegel, der mit der geschiedenen Tochter Moses Mendelsohns
zusammenlebte, hatte in seiner frühromantischen Lucinde (1799)
diese leidenschaftliche Ehe verteidigt. Schleiermacher kannte beide
aus Berlin und schrieb mit den Vertrauten Briefen (1801) eine Apo-
logie des als verwirrend und unmoralisch kritisierten Werkes, die
aber in dessen posthumer Gesamtausgabe weggelassen werden sollte.
Gutzkow verfaßte darum in seiner Neuedition ein langes, ironisch-
satirisches Vorwort, was zum Verbot dieser Ausgabe führte.
Piles, Roger de (Clamecy 1635 1709 Paris): Historie
und Leben der berühmtesten Europäischen Mahler, so
sich durch ihre Kunst-Stücke bekand gemacht / samt
einigen Reflexions darüber / und Abbildung eines Voll-
kommenen Mahlers / nach welcher die Mahlerey als
einer Regul kann beurtheilet werden / Wobey auch der
Nutzen und Gebrauch der Kupferstücke / und Erklärung
der gebräuchlichen Mahler-Wörter. Hamburg, bey Ben-
jamin Schillern, 1710. XII, 756 S., 8° Pgmtbd. Frontispiz
mit Allegorie der Malerei. Zwei Besitzeinträge auf d.
Vorsatz.
€ 520,-
Fromm 20247. Schlosser 442. Erste deutsche Ausgabe des in
mehrere Sprachen übersetzten Standardwerkes Abregé de la vie des
peintres. Piles war Schüler des Kunstmalers Claude François. Er stand
im Ästhetikstreit der Pariser Akademie auf der Seite der Rubenisten
und setzte sich als prominenter Amateur für die Anerkennung des
Laienurteils ein.
Rückert Raimar, Freimund:
Deutsche Gedichte. o.O.
u. Verlag [Heidelberg, Engelmann], 1814. 79 S. 8° Hle-
derbd d.Z. m. graubraun marmor. Decke, goldgepr. Rü-
cken u. dkl.rot marmor. Vors. Ausriß am ob. Rand d. 1.
Blattes, durchg. kl. Wasserrand unten; minim. berieben
u. bestoßen.
€ 180,-