55 Stand 36 Krüger, Hilde: Der Widiwondelwald. Ein Bilderbuch aus  bunten  Dreiecken.  Berlin,  J.  H.  W.  Dietz  (1924). 24,5 x 19 cm. 28 ungez. Seiten mit 12 ganzs. farbigen Illustrationen, farbig illustr. OHlwd. € 1.500,- Bilderwelt 607 (mit Abb.); Evers/May 77 (mit ganzseitiger Abbildung); Kunze/Wegehaupt S. 267 (mit Abb.); Stuck-Villa II, 241 (Umschlag- illustration!); Goebels (1870-1945) S. 308-311 (mit 3 Abb.): „Das konstruktivistisch angelegte Buch und sein Folgeband >Hurleburles Wolkenreise< (1926) sind zwei ungewöhnliche Bilderbuch-Versuche der 20er Jahre, vergleichbar dem Werk von El Lissitzky: >Suprematische Erzählung von zwei Quadraten< (1922). Die Heftklammern etwas rostig, Vorsätze leicht stockfleckig, sonst gut erhalten. Marine-Struwwelpeter. Grausige Geschichten in lusti- gen Versen. Nach berühmten Mustern von Victor Laver- ren. Mit 30 Illustrationen von L[udwig] Stutz. Kiel und Leipzig, Verlag von Lipsius & Tischler 1901. 28,2 x 20,9 cm. 56 S., OPp. (stärker berieben, Rücken unten etwas lädiert und mit kleiner Fehlstelle) mit farbiger Deckel- illustration. € 950,- Rühle (Böse Kinder) 1169; Baumgartner III, 29 (mit Abbildung des Deckelbildes). – Erste Ausgabe dieser struwwelpeternahen Parodie mit 15 Geschichten. Der Illustrator und Karikaturist Stutz (1865 Hoheneck/Württemberg – 1917 Illenau/Baden) war Mitarbeiter des „Kladderadatsch“. Etwas fingerfleckig, einige Blätter mit kleineren Läsuren  und  Einrissen.  Flieg. Vorsatz  und Titel  rechts  unten  mit Eckabriss. Außerordentlich selten. Pocci, Fr[anz]: Lustige Gesellschaft. Bilderbuch. Mün- chen, Braun & Schneider 1867. 22 x 28 cm. Kolorierter Holzschnitt-Titel,  59,  (1)  S.  mit  30  ganzs.  kolorierten Holzschnitten sowie Text, OPp. mit kolor.Deckelillustra- tion (Kinder bei verschiedenen Beschäftigungen).€ 850,- Pocci  (Enkel)  494;  Bilderwelt  258  (mit  Abb.);  Stuck-Villa  II,  92; Pressler S. 207 (mit Abb. 117) und S. 93: „Pocci hat den Kindern eine heitere Bilderbuchwelt geschaffen, ohne falsche Süßlichkeit, ohne Anbiederung, sondern einfach, echt und von natürlicher Herzlich- keit.“ – Seltene erste Ausgabe eines der schönsten Pocci-Bilderbücher. Etwas stockfleckig, sonst gut erhalten. Rikli, Herbert: Husch-Husch.  Etwas  über  Maikäfer, Kohlweißlinge und Fliegen. In lustigen Bildern und Ver- sen... Luzern, Verlag Edition Color A. G. [1922]. 21,5 x 17 cm. 20 nummerierte, einseitig bedruckte Blätter mit überwiegend farbigen Illustrationen, OHlwd. mit farbi- ger Deckelillustration (Junge auf Insektenjagd). € 180,- Schweizer Bilderbuch-Illustratoren 482; Kaiser (Schweizer Bilder- bücher) S. 36f. (mit Abb.): „>Jugend forscht< anno 22. Der Horror des mikroskopisch vergrösserten Insektenbilds... wird von Rikli ins Kinderzimmer verlegt.“ – Erste Ausgabe, schönes Exemplar. Secessionistischer Struwwelpeter. [Text: Hermann Ot- to Rudolf Presber. Illustrationen: Wilhelm Anton Well- ner]. In: Die Insel der Blödsinnigen anderer Teil. Heraus- gegeben von Dr. L[eopold] Wulff, S. 66-73. Berlin, Verlag der Lustigen Blätter, Dr. Eysler & Co. (G.m.b.H.) 1902. 20,4 x 14,8 cm. 128 S. mit, teils farbigen Illustrationen, farbig illustr. OBroschur (leicht fleckig, Rücken mit klei- nen Läsuren und Fehlstelle). € 290,- Rühle (Böse Kinder) 1162a: „Der Herausgeber dieses Buches, der deutsch-jüdische Schriftsteller und Redakteur Leopold (oft nur Leo) Wulff  (*1874  in  Stralsund  –  unbekannt),  Sohn  eines  Kaufmanns, promovierte in Leipzig und war später in Berlin ansässig...“ – <Der Drehwurm im Ueberbrettl. Anleitung mit meiner Frau zu tanzen>, Teil 2. Sehr seltene Struwwelpetriade. Hier, ein Jahr nach der Erst- veröffentlichung in der Zeitschrift „Lustige Blätter. Schönstes buntes Witzblatt Deutschlands“ (Band 16, Heft 16) publiziert, allerdings wegen des kleineren Buchformates auf 8 statt 2 Seiten verteilt. Vgl. Baumgartner III, 7 (mit 2 Abb.), Rühle 1162: „Die drei Geschichten dieser struwwelpeternahen Parodie ahmen im Text Stileigentümlich- keiten bestimmter Schriftsteller satirisch nach, so daß man gleicher- maßen auch von einer literarischen Struwwelpeterparodie sprechen könnte... die Bilder in fast übertrieben schönem, >secessionistischem< Jugendstil ausgeführt...“ – Innendeckel und Titel mit eingekl. Buch- beschreibungen, Innendeckel mit Stempel, sonst gut erhalten. Die Farbillustrationen mit Monogramm WA W. Weitere Illustrationen in diesem Band von Julius Klinger, Lucian Bernhard, F. Christope, W. Caspari u. a. Storch, C[arl] [Karl]: Heinz Wolframs Weihnachtsge- schenke.  Eine  lustige  Reimgeschichte  ohne  Ende  für pfiffige  Knaben  und  hübsche  Mädchen.  [Text:]  von Ewald  Gerhard  Seeliger.  Mainz,  Verlag  Jos.  Scholz [1925].  30  x  21,7  cm.  12  ungez.  Seiten  mit  farbigen Illustrationen,  OHlwd.  (gering  berieben,  Rückdeckel stw. leicht verblasst) mit farbigem Deckelbild.    € 280,- Klotz 6723/1; Doderer/Müller 552. – Erste Ausgabe. <Scholz‘ Künst- ler-Bilderbücher> No. 159. Das Bezugspapier des Deckels mit kleinen Absplitterungen  und  Fehlstellen  am  Rand,  Rückdeckel  mit  altem Namensaufkleber, sonst nur ganz leicht fingerfleckig und ungewöhn- lich gut erhalten. Weber, Mili: Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all... Ein Weihnachtsbuch mit 18 Bildern. Zürich, Ernst Wald- mann, Verlag [1926]. 29 x 21 cm. 20 ungez. Seiten mit teils farbigen, zum Teil ganzseitigen Illustrationen, farbig illustr. OPp. (nur leicht berieben und best.). € 180,- Schweizer Bilderbuch-Illustratoren 489; DBV 14, S. 1364; Doderer/ Müller 564. – Erste Ausgabe des ersten Bilderbuchs der Schweizer Malerin Mili (Emilie) Weber (1891-1978, Biel BE – St. Moritz GR), die seit 1918 in St. Moritz in einem Blockhaus am Waldrand lebte. Vgl. SBI S. 82. Gering gebräunt, nur vereinzelt leicht stockfleckig, sonst gutes Exemplar dieses ansprechenden Weihnachtsbilderbuchs mit reizvollen Farbillustrationen nach Aquarellen. Zelger, K. Th.: Der Wuschelfritz und andere Geschich- ten von Leo Hofer. [Wien?], ohne Verlagsangabe [um 1930]. 24,4 x 19,4 cm. 16 ungez. Seiten (einschl. Innen- deckel)  mit  farbigen  Illustrationen  auf  Karton,  farbig illustr. OHlwd. € 280,- Rühle (Böse Kinder) 400; vgl. Heller/Wien 1047 BB: „Der Auto- ren-Name Poldi Huber – ein in Wien bekanntes und traditionelles Pseudonym... wurde später durch Leo Hofer ersetzt.“ – Erste Ausgabe. [Best.-Nr.] 1450 auf dem Vorderdeckel. Rückdeckel mit handschr. Adresse und an den Rändern etwas verblasst, sonst gutes Exemplar dieser struwwelpeternahen Struwwelpetriade, die aus drei Geschichten besteht:  Der Wuschelfritz;  Der  Bosnickel  oder  Bosheit  rächt  sich immer bald; Der Raufbold. Bitte fordern Sie Kataloge und Listen aus unseren Spezialgebieten an!