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Stand
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Antiquariat Müller & Draheim
Andreas Müller & Solveig Draheim GbR
Carl-von-Ossietzky-Str. 27, D-14471 Potsdam
Telefon +49-(0)331-2 43 72 48, Fax +49-(0)331-2 90 12 96
e-mail: mueller@mueller-draheim.de
Kunstkammer, Naturwissenschaften, Orientalistik
Berlin Freischütz. Bronzefirnispapier, nach 1821. 35 :
40 cm. 21 Figurinen aus der romantischen Oper von Carl
Maria von Weber, erstmals 18. VI. 1821 zur Eröffnung
des neuen Berliner Schauspielhauses von Schinkel auf-
geführt. - Cf. Haemmerle no. 626 (irrig 28 Fig.). - Un-
beschnittener Bogen, etwas verblichen, Mittelfalte knit-
terig. Selten.
€ 900,-
Berlin Pour faire visite. Decbr. 1858 - Decbr. 1865.
Besucherbuch seiner Königlichen Hoheit, des Prinzen
(August) von Württemberg. Berlin, 29. XII. 1858 - 7.
XII. 1865. 4to. 90 S. mit etwa 860 eigenhändigen Na-
menseinträgen, überwiegend mit Angabe von Rang &
Stand. Brauner Leinenband d. Zt. mit blindgeprägten
Fileten an Rücken & Deckeln.
€ 1500,-
Überaus reichhaltiges Zeugnis privater, militärischer & diplomatischer
Beziehungen. Das Besucherbuch ist von der ersten bis zur letzten
Seite ohne direkte Nennung des führenden Hauses beschrieben.
Einen Hinweis auf August von Württemberg (1813-85), seit 1831
hochrangiger Offizier im preußischen Heer, gibt die am 20. III. 1865
eingetragene Abendeinladung für S. A. R. Monseigneur Le Prince
de Würtemberg durch Lady Napier, Gemahlin des englischen Bot-
schafters Lord Francis Napier in Preußen 1864-66. Regelmäßige Be-
sucherhäufung findet sich schließlich am 24. Januar, dem Geburtstag
des Prinzen August. Der Neffe König Wilhelms I. von Württemberg
hatte 1858 das Kommando des preußischen Gardecorps übernommen,
das er 1866 und 1870 ins Feld führte. 1873 wurde Prinz August zum
Generaloberst der Kavallerie im Rang eines Generalfeldmarschalls
ernannt, der Höhepunkt seiner Karriere. - Unter seinen Besuchern
finden sich der Kronjurist und Staatsminister a. D. (Friedrich Carl)
von Savigny (1779 - 1861), dessen Sohn, der Gesandte (Karl Fried-
rich) von Savigny, fünfmal Otto von Bismarck, Fürst Gustav und Graf
Gebhard Blücher von Wahlstatt, Fürst Bogislaw von Radziwill. Ihre
Adjutanten senden die Prinzen Albrecht und Carl von Preußen, in
späteren Jahren trägt sich mehrfach (Ferdinand) von Dannenberg
ein, 1866/70 Generalstabschef Augusts von Württemberg. Die Be-
ziehungen des Prinzen zum deutschen Adel von Arnim bis Zeppelin
sind unüberschaubar vielseitig. Eine Equipe kaiserlich-russischer
Gesandter führen der Minister Comte (Wladimir Feodorowitsch)
Adlerberg nebst Söhnen an, aus Österreich kommen Fürst Franz
Liechtenstein sowie die Grafen Chotek und Esterhazy, aus England
Lord Bloomfield, Augustus Loftus, Lord Napier u.a. - Der schlichte
Einband berieben, die Bindung durch starken Gebrauch gelockert,
der hintere Vorsatz verloren und das Innengelenk dort durch einen
Papierstreifen verstärkt.
Dresden Verpflegungs-Reglement für den Churfürstl:
Sächsischen Militair-Etat auf das Jahr 1791. Handschrift
auf Papier. Dresden 1791. Folio. 1 Bl., 65 S., 1 Bl. Ein-
schub nach S. 48. Saubere Kanzleikursive, die Über-
schriften in kalligraphisch verzierter Fraktur. Schwarz-
braune Tinte, Paginierung und einige Korrekturen in
rötlicher Feder, kräftiges Kanzleipapier. Roter Pappband
d. Zt. mit Maroquinprägung, etwas Rückenvergoldung
und goldgeprägten Deckelbordüren.
€ 950,-
Auf den Monat gerechnete Kostenbilanz des sächsischen Heeres, dabei
Spiegel seiner Organisation und Feingliederung. Neben den Stabs- und
Truppenteilen sind auch Hauptzeughaus, Chirurgisches Hospital mit
Anatomie oder das Annaburger Soldaten-Knaben-Institut erfaßt. Die